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Middle-Out Governance – Ein besserer Weg für CX (und mehr)

Governance wird oft als Top-Down (zentralisiert, aber träge) oder Bottom-Up (dynamisch, aber fragmentiert) gedacht. Doch viele Unternehmen erkennen, dass die effektivste Steuerung aus der Mitte heraus erfolgt: Middle-Out Governance, bei der die Steuerung aus der Mitte, zwischen Strategie und Operative erfolgt, und damit in beide Richtungen effektiv funktionieren kann: Klare operative Guidance, und effektiver strategischer Oversight, über Bereichsgrenzen hinaus.

Top-Down oder Bottom-Up? Middle-Out!

In vielen Unternehmen verlaufen Governance-Ansätze entweder von oben nach unten (starke zentrale Steuerung, aber oft zu weit weg von der Praxis) oder von unten nach oben (hohe Eigeninitiative, aber fehlende strategische Integration).

Was oft fehlt, ist ein Governance-Ansatz, der aus der Mitte heraus agiert – dort, wo genügend Einfluss besteht, um Dinge zu bewegen, aber noch genug Nähe zur operativen Realität vorhanden ist. Genau das ist Middle-Out Governance.

📌 Das Problem mit Top-Down Governance:

📌 Das Problem mit Bottom-Up Governance:

📌 Middle-Out: Governance mit Wirkung

5 Praxisbeispiele, wo Middle-Out funktioniert – und warum es besser ist als Top-Down oder Bottom-Up:

1️⃣ CX Governance:

Wenn CX-Governance ausschließlich Top-Down betrieben wird, bleibt sie oft eine strategische Vision, die in der Praxis nicht greift. Führungsteams setzen hohe Ziele für Kundenzufriedenheit und Journey-Optimierung, aber operative Teams haben wenig Mitspracherecht oder Flexibilität bei der Umsetzung. Bottom-Up CX-Governance hingegen führt häufig zu fragmentierten Optimierungen einzelner Touchpoints, ohne dass eine konsistente Customer Experience entsteht. Middle-Out funktioniert hier am besten: Cross-funktionale Journey Teams übernehmen Verantwortung für übergreifende CX-Governance. Sie sorgen dafür, dass strategische Vorgaben sinnvoll operationalisiert werden und gleichzeitig Bottom-Up-Initiativen in eine unternehmensweite CX-Strategie integriert sind.

2️⃣ Data Governance & AI:

Viele Unternehmen setzen in der Daten-Governance auf einen starren Top-Down-Ansatz, bei dem Compliance-Abteilungen Regeln definieren, die für Business-Teams wenig praxisnah sind. Das führt dazu, dass datengetriebenes Arbeiten oft ausgebremst wird. Bottom-Up-Ansätze hingegen ermöglichen es Teams, flexibel mit Daten zu arbeiten, aber ohne klare Leitplanken entstehen Silos, in denen unterschiedliche Standards und unsichere Praktiken vorherrschen. Middle-Out löst dieses Dilemma: Data-Steering-Gruppen auf mittlerer Ebene setzen klare, aber anpassungsfähige Standards, die es ermöglichen, dass Daten sicher und strategisch genutzt werden – ohne Innovationsprozesse zu behindern.

3️⃣ Sustainability & ESG Governance:

Wenn ESG-Governance nur Top-Down gesteuert wird, bleiben Nachhaltigkeitsstrategien oft isolierte Programme, die nicht in das Tagesgeschäft eingebunden sind. Führungskräfte setzen ambitionierte Ziele, aber operative Teams kämpfen mit der Umsetzung, weil Nachhaltigkeit nicht in die Produktentwicklung oder Lieferkettensteuerung integriert ist. Ein rein Bottom-Up-Ansatz hingegen bringt viele lokale Initiativen hervor, die oft nicht skaliert oder strategisch genutzt werden können. Middle-Out schafft eine Brücke zwischen beiden Welten: ESG-Manager in den Business-Units sorgen dafür, dass Nachhaltigkeit in bestehende Prozesse integriert wird, sodass sie sich systematisch und messbar umsetzen lässt.

4️⃣ IT & Security Governance:

In vielen Unternehmen wird IT- und Security-Governance zentral durch die IT-Abteilung vorgegeben, was zu starren Prozessen führt, die Innovationsgeschwindigkeit bremsen. Entwicklerteams haben oft Schwierigkeiten, neue Technologien oder Methoden einzuführen, weil die Governance-Strukturen nicht darauf ausgelegt sind. Ein dezentraler Bottom-Up-Ansatz schafft auf der anderen Seite Wildwuchs: Teams setzen individuelle Security- oder Architekturentscheidungen um, was zu hohen Risiken und ineffizienten Systemlandschaften führt. Middle-Out funktioniert hier am besten: Plattform-Teams setzen Sicherheitsstandards und Architekturprinzipien, die flexibel genug sind, um agile Entwicklung zu ermöglichen, aber einheitlich genug, um Compliance- und Sicherheitsrisiken zu minimieren.

5️⃣ Risk & Compliance Governance:

Viele Unternehmen verfolgen bei Compliance und Risikomanagement einen stark zentralisierten Top-Down-Ansatz, bei dem Regeln strikt vorgegeben werden – oft ohne Rücksicht darauf, wie sich diese Vorgaben auf die tägliche Arbeit in den Business-Units auswirken. Das führt dazu, dass Teams versuchen, Wege zu finden, um die Governance zu umgehen oder nur auf dem Papier zu erfüllen. Ein Bottom-Up-Ansatz führt hingegen zu uneinheitlicher Compliance – verschiedene Teams interpretieren Vorschriften unterschiedlich, wodurch es zu Unsicherheiten und potenziellen Verstößen kommt. Middle-Out sorgt hier für eine bessere Balance: Risk & Compliance-Teams auf Business-Unit-Ebene setzen übergeordnete Vorgaben in realistische, kontextspezifische Maßnahmen um, sodass Governance eingehalten wird, ohne die Produktivität zu hemmen.

Middle-Out Governance in der Praxis

Erfolgreiche Unternehmen setzen auf Middle-Out, weil es:

✅ Schnellere Entscheidungen ermöglicht, weil sie nah an der Umsetzung sind.

✅ Strategische Verankerung schafft, weil sie in der Unternehmensstruktur eingebettet sind.

✅ Bessere Skalierbarkeit erlaubt, weil lokale Optimierungen nicht isoliert bleiben.

CX als Paradebeispiel für Middle-Out Governance

Im CX-Bereich zeigt sich Middle-Out besonders deutlich. Customer Journey Management, Service Design und Experience Governance funktionieren selten rein Top-Down (weil Kundenbedürfnisse zu dynamisch sind) und selten rein Bottom-Up (weil es ohne unternehmensweite Abstimmung ineffizient bleibt).

Erfolgreiche Unternehmen setzen daher auf:

🚀 Journey Owner und cross-funktionale CX-Teams als Governance-Motor.

📊 KPI-basierte Entscheidungen, die operativ umsetzbar sind und strategisch wirken.

🔄 Agile, adaptive CX-Governance-Strukturen, die Kundenerwartungen mit Business-Zielen verknüpfen.

💡 Middle-Out Governance ist mehr als ein Hybrid – es ist ein eigenständiger Ansatz, der Governance von einem starren Kontrollmechanismus zu einer flexiblen, umsetzbaren Steuerung macht.

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